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Lolita – das klingt nach Verführung, nach Schönheit, nach dem süßen Schmelz der Jugend. Doch mit der hübschen Nymphe des russischen Romanautors Vladimir Nabokov hat die junge Pariserin Lolita Cassard leider nur den Vornamen gemein.Vielleicht guckt sie deshalb so grimmig. Als wolle sie es irgendwann allen heimzahlen. Als habe sie über die zahlreichen Verletzungen, die ihr im Lauf der Jahre zugefügt wurden, Buch geführt.Freunde, Verwandte, Lehrer dürften darin stehen, die Namen all jener Menschen, über die sie sich geärgert hat.Denn mit ihren 20 Jahren musste die extrem unsichere Lolita (Marilou Berry) schon ungezählte Schmähungen erdulden. Blaue Flecken auf der Seele holt sie sich in erster Linie bei ihrem Vater Etienne (Jean-Pierre Bacri).Der ist Schriftsteller, berühmt und selbstgefällig, ein Egozentriker, wie er im Buche steht. Einer mit ausgeprägtem Sinn dafür, seinen Mitmenschen auf die Füße zu treten – falls er nicht gerade mit sich selbst beschäftigt ist.Und wenn er seine Tochter doch mal wahrnimmt, verdirbt ihm die Tatsache, dass sie weder ausgesprochen hübsch noch besonders schlank ist, sondern dick und eher unscheinbar,die chronisch schlechte Laune noch ein bisschen mehr. |
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